3 Tage Miami

Von den Everglades bis Miami Beach

Miami war für uns der Start unserer Karibikreise. Bevor es für sieben Tage mit MSC auf Kreuzfahrt ging, haben wir drei Nächte in Miami Beach verbracht.
Wir wollten in der kurzen Zeit viel von Miami sehen – aber nicht unseren Urlaub damit verbringen, eine Liste mit 20 Sehenswürdigkeiten abzuarbeiten. Deshalb findet ihr hier auch keine Sammlung nach dem Motto „Das sind die 15 besten Highlights in Miami“, aus der ihr euch anschließend selbst eine Route zusammenbauen müsst.

Das hier ist die Route, die wir tatsächlich gemacht haben.

Mit den Dingen, die richtig gut funktioniert haben – und den kleinen Fehlern, die wir beim nächsten Mal vermeiden würden. Genau daraus ergibt sich für uns ein ziemlich entspannter 3-Tage-Plan für Miami ohne Mietwagen.

Das ist auch der erste Tipp. Bucht keinen Mietwagen in Miami. Es ist alles super mit dem Bus zu erreichen und zum anderen, steht ihr sonst nur im Stau oder zahlt euch an Parkgebühren dumm und dämlich. Einzig wenn ihr auf eigene Faust in die Everglades wollt, ist ein Mietwagen für einen Tag sinnvoll.

In unserem Video bekommst einen Eindruck wie wir Miami erlebt haben:

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Miami in 3 Tagen – unsere schnelle Checkliste

Keine Lust, den ganzen Beitrag zu lesen? Hier kommt unsere Miami-Route für 3 Tage auf einen Blick.

Wir haben Miami ohne Mietwagen erkundet – mit Bus, Citi Bike, zu Fuß und einer gebuchten Everglades-Tour.

Anreisetag: Frankfurt → Miami Beach

  • Direktflug von Frankfurt nach Miami
  • Ankunft gegen 16 Uhr Ortszeit
  • Zeit für Immigration einplanen
  • Taxi vom Flughafen nach Miami Beach
  • Ca. 20 Dollar in kleinen Scheinen für Trinkgeld dabeihaben
  • Kurz frisch machen und danach zum Ocean Drive
  • Abendessen im Caffé Milano

Unser Tipp: Nach dem Langstreckenflug nichts mehr planen. Ankommen, essen und Miami Beach auf sich wirken lassen.

Tag 1: Downtown, Wynwood & Little Havana

  • Morgens Richtung Downtown und Bayside Marketplace
  • Weiter nach Wynwood
  • Street Art und Wynwood Walls anschauen
  • Danach weiter nach Little Havana
  • Calle Ocho erkunden
  • Mittagessen im Old’s Havana Cuban Bar & Cocina
  • Mit dem Bus zurück Richtung Downtown

Das würden wir heute anders machen: Zwischen Downtown, Wynwood und Little Havana nicht so viel laufen. Die einzelnen Viertel lassen sich wunderbar zu Fuß entdecken. Für die längeren Strecken dazwischen ist der Bus aber deutlich angenehmer und schneller.

Citi Bike von Downtown nach Miami Beach

  • Citi Bike in Downtown bzw. am Hafen nehmen
  • Über den Venetian Causeway Richtung Miami Beach fahren
  • Navigation genau prüfen
  • Nicht versehentlich die große Highway-Brücke nehmen
  • Auf aktuelle Baustellen und Umleitungen achten

Wir haben während unserer Reise zweimal Citi Bike genutzt und fanden es richtig angenehm. Gerade nach viel Laufen war das Fahrradfahren überraschend erholsam. Man kommt schnell voran, hat Fahrtwind und sieht trotzdem viel von Miami.

Sonnenuntergang am South Pointe

  • Mit dem Rad oder zu Fuß Richtung South Pointe
  • Zeit für den Sonnenuntergang einplanen
  • Blick Richtung Skyline und PortMiami genießen
  • Danach Abendessen am Ocean Drive

Würden wir wieder machen: Citi Bike und den Sonnenuntergang am South Pointe miteinander verbinden.

Tag 2: Everglades & Bootstour

  • Gebuchte Everglades-Tour
  • Airboat-Tour
  • Alligatoren beobachten
  • Danach zurück Richtung Bayside Marketplace
  • Bootstour durch die Biscayne Bay
  • Mit dem Bus zurück nach Miami Beach

Unser Fazit zu den Everglades: Wenn ihr noch nie dort wart, lohnt sich der Ausflug. Bei nur zwei Tagen in Miami würden wir ihn aber eher weglassen.

Abends: Art Deco & Española Way

  • Durch den Art Deco District laufen
  • Ocean Drive am Abend erleben
  • Weiter zum Española Way
  • Zum Abendessen ganz unkompliziert ein Slice Pizza

Nach Everglades und Bootstour brauchten wir kein großes Restaurant mehr. Manchmal reicht ein Stück Pizza völlig – und genau das gehört für uns genauso zu einer authentischen Reise.

Tag 3: Strand & ab aufs Schiff

  • Morgens ausgiebiger Spaziergang am Strand
  • Bis zum South Pointe und wieder zurück
  • Das schöne Morgenlicht genießen
  • Danach ausgiebig frühstücken
  • Noch einmal kurz ins Meer
  • Gepäck holen
  • Mit Bus und zu Fuß Richtung PortMiami
  • MSC-Terminal vorher auf den Reiseunterlagen prüfen

Wir haben bewusst kein Taxi zum Kreuzfahrthafen genommen. Richtung PortMiami kann viel Verkehr sein. Ein Taxi wäre für uns teurer gewesen und hätte möglicherweise genauso im Stau gestanden. Mit überschaubarem Gepäck hat die Kombination aus Bus und Fußweg für uns gut funktioniert.

Unsere wichtigsten Miami-Tipps

  • Miami Beach als Basis wählen.
  • Für diese Route braucht ihr keinen Mietwagen.
  • Längere Strecken zwischen den Vierteln lieber mit dem Bus fahren.
  • Citi Bike mindestens einmal ausprobieren.
  • Beim Citi Bike unbedingt auf das Zeitlimit achten.
  • Für die Fahrradtour gezielt den Venetian Causeway wählen.
  • South Pointe zum Sonnenuntergang einplanen.
  • Am letzten Morgen bewusst Zeit für Strand lassen.
  • Nicht versuchen, ganz Miami in drei Tagen abzuhaken.

Was würden wir anders machen?

Weniger laufen. Früher den Bus nehmen. Die Citi-Bike-Zeit besser ausnutzen. Ansonsten würden wir unsere drei Tage in Miami vor der Karibik-Kreuzfahrt fast genauso wieder planen. Du möchtest mehr Details? Weiter unten findest du unseren ausführlichen Reisebericht mit allen Erfahrungen, Umwegen, Restaurant-Tipps und unserer kompletten Route durch Miami.

Anreise von Frankfurt nach Miami

Wir sind direkt von Frankfurt nach Miami geflogen und gegen 16 Uhr Ortszeit gelandet.

Wer aus Deutschland kommt, sollte für den Ankunftstag aus unserer Sicht kein großes Programm mehr planen. Für uns war der Flug sehr angenehm, neben drei Mahlzeiten und dem anschließend Nap verging die Zeit Sprichtwörtlich wie im Flug.
Allein die Immigration kann etwas dauern. Bei uns hat sie jedenfalls einen Teil des Nachmittags (1,5h) gekostet.

Danach haben wir uns ein Taxi genommen und sind direkt zu unserer Unterkunft nach Miami Beach gefahren. Das war bei der Hotelbuchung inkl. ansonsten ist es auch super entspannt mit der Bahn zu fahren, den Weg haben wir dann für den Rückflug genutzt.

Das war nach dem langen Flug die bequemste Lösung.

Unser erster USA-Tipp: kleine Dollarscheine einstecken. Was sich direkt am ersten Tag als praktisch erwiesen hat: Habt immer ungefähr 20 Dollar in kleinen Scheinen dabei. Also nicht nur einen 20-Dollar-Schein, sondern auch einige Ein- und Fünf-Dollar-Scheine. Trinkgeld begegnet euch in den USA wesentlich häufiger als in Deutschland. Gerade bei Taxi, Gepäck oder kleineren Services ist es angenehm, nicht jedes Mal nach passenden Scheinen suchen zu müssen.


Erster Abend: einfach am Ocean Drive ankommen

Nach dem Flug sind wir einfach Richtung Ocean Drive gelaufen und haben dort im Caffé Milano zu Abend gegessen.

Das Restaurant liegt direkt am Ocean Drive und war für unseren ersten Abend genau richtig. Draußen sitzen, Palmen, Art-Deco-Häuser, Menschen beobachten – und langsam realisieren, dass man gerade in Miami angekommen ist.

Unser Tipp für den Ankunftstag ist deshalb ziemlich einfach: Plant nichts mehr.

Tag 1: Downtown, Wynwood, Little Havana und mit dem Rad zurück

Unser erster voller Tag war gleichzeitig der intensivste. Und er hat uns eine wichtige Erkenntnis gebracht:
Miami kann man zu Fuß entdecken. Aber man sollte nicht versuchen, ganz Miami zu Fuß zu verbinden.

Zuerst Richtung Downtown und Hafen

Am Morgen ging es zunächst mit dem Bus Richtung Downtown Miami und Bayside MarketplaceDie Waterfront und der Hafen sind ein guter Ausgangspunkt, um einen ersten Eindruck von Downtown zu bekommen. Wir wollten an diesem Tag allerdings nicht lange dortbleiben, sondern weiter in Richtung Wynwood.


Wynwood: Street Art statt Hochhäuser

Wynwood ist das Miami der großen Wandbilder, Street Art, Galerien und ehemaligen Industriegebäude. Besonders rund um die Wynwood Walls lohnt es sich, einfach ein wenig durch die Straßen zu laufen. Und genau das haben wir gemacht. Vielleicht etwas zu viel. Denn von Downtown beziehungsweise dem Hafen sind wir ziemlich viel zu Fuß gegangen.

Das würden wir heute anders machen

Nehmt für die längeren Verbindungen lieber den Bus. Die einzelnen Viertel zu Fuß erkunden? Unbedingt. Aber die Stadtviertel zu Fuß miteinander verbinden kostet bei der Wärme einfach unnötig viel Zeit und Energie. Die könnt ihr an anderer Stelle besser gebrauchen.


Von Wynwood nach Little Havana: wieder zu Fuß – wieder keine ideale Idee

Nach Wynwood wollten wir weiter nach Little HavanaUnd irgendwie waren wir immer noch im Laufmodus. Also sind wir wieder einen großen Teil zu Fuß gegangen. Heute würden wir sagen: Steigt in den Bus. Miami sieht auf der Karte teilweise kompakter aus, als es sich tatsächlich anfühlt. Gerade bei Wärme wird aus „das sind doch nur ein paar Blocks“ erstaunlich schnell ein längerer Spaziergang.


Little Havana und Mittagessen bei Old’s Havana

In Little Havana angekommen, waren wir dann wieder froh, zu Fuß unterwegs zu sein. Denn hier lohnt es sich wirklich, langsam durch die Straßen zu gehen. Die Calle Ocho, kubanische Cafés, Zigarrenläden, Musik – das Viertel fühlt sich noch einmal komplett anders an als Miami Beach oder Downtown. Zum Mittagessen sind wir ins Old’s Havana Cuban Bar & Cocina gegangen.

Lohnt sich Old’s Havana?

Unsere Einschätzung: Touristisch? Ja. Aber deshalb automatisch schlecht? Nein. Wir hatten kubanisches Essen, eine lebhafte Atmosphäre und Live-Musik. Old’s Havana liegt direkt an der Calle Ocho und wir fanden es für einen ersten Besuch in Little Havana passend. Wer den versteckten Insider-Tipp sucht, findet sicher andere Adressen. Wer unkompliziert essen und gleichzeitig etwas von der Atmosphäre Little Havanas mitbekommen möchte, ist hier unserer Erfahrung nach gut aufgehoben.


In der Rush Hour mit dem Bus zurück nach Downtown

Nach Little Havana sind wir mit dem Bus zurück Richtung Downtown gefahren. Inzwischen war Rush Hour. Schnell war der Bus also auch nicht unbedingt. Trotzdem würden wir ihn wieder nehmen. Denn lieber sitzt man eine Weile im Bus, als nach einem ohnehin langen Tag noch mehrere Kilometer durch Miami zu laufen.


Eines unserer Highlights: Citi Bike in Miami

Zurück in Downtown beziehungsweise am Hafen haben wir uns ein Citi Bike genommen. Citi Bike haben wir während unseres Aufenthalts insgesamt zweimal genutzt – und für uns war das eine der angenehmsten Möglichkeiten, sich in Miami fortzubewegen. Gerade nach einem Tag mit viel Laufen war Fahrradfahren überraschend erholsam. Man kommt voran, hat Fahrtwind, sieht viel von der Stadt und steht nicht selbst im Autoverkehr.

Von Downtown über die Venetian Islands nach Miami Beach

Unsere Strecke führte vom Hafen zurück nach Miami BeachWenn ihr diese Tour ebenfalls fahren möchtet, würden wir unbedingt die Verbindung über den Venetian Causeway und die Venetian Islands wählen. Das war für uns eine der schönsten Strecken in Miami. Wasser, kleine Inseln, Häuser und immer wieder Blicke auf die Skyline – hier lohnt sich das Fahrrad wirklich.

Achtung bei der richtigen Brücke

Ein Tipp, den wir vorher gerne gehabt hätten: Schaut genau, welche Brücke euch das Navi vorschlägt. Man nimmt schnell die erste vermeintlich richtige Verbindung und stellt dann fest, dass man plötzlich Richtung großer Highway-Brücke fährt. Das wollten wir mit dem Fahrrad definitiv nicht. Deshalb: In der Navigation gezielt auf Venetian Causeway beziehungsweise Venetian Islands achten. Und weil in Miami immer wieder gebaut wird, würden wir die Strecke kurz vor der Fahrt noch einmal auf aktuelle Umleitungen prüfen.


Citi Bike in Miami: Achtung auf die gebuchte Zeit

Bei Citi Bike solltet ihr euch vorher kurz anschauen, welchen Tarif und welche Fahrzeit ihr gebucht habtWir hatten eine zeitlich begrenzte Nutzung. Und beim ersten Mal haben wir unser Fahrrad tatsächlich zu früh wieder abgegebenWarum? Wir wussten nicht, dass wir unsere Strecke noch weiter Richtung South Pointe hätten ausnutzen können. Also Rad angedockt – und erst danach festgestellt, dass noch Zeit übrig war. Was wir ebenfalls nicht wussten: Während einer laufenden zeitbasierten Citi-Bike-Miete kann man ein Fahrrad an einer Station zurückgeben und innerhalb der noch laufenden Mietzeit wieder ein Rad ausleihen. Wir hätten das Bike also einfach noch einmal entsperren und unsere restliche Zeit nutzen können. Citi Bike beschreibt dieses Prinzip auch aktuell so: Bei zeitbasierten Rentals darf das Rad zwischendurch angedockt und während der gebuchten Mietdauer wieder ausgecheckt werden.

Unser Tipp: Bevor ihr das Rad endgültig abstellt: Kurz auf die Uhr beziehungsweise in die App schauen. Wenn noch Zeit übrig ist, nutzt sie. Gerade in Miami Beach kann man mit einer zusätzlichen halben Stunde noch erstaunlich weit kommen. Für uns war Citi Bike jedenfalls kein notwendiges Transportmittel, das man irgendwie hinter sich bringen muss. Es war tatsächlich erholsam. Wir würden es jederzeit wieder nutzen. Die Citi-Bike-Miami-App zeigt außerdem Stationen, verfügbare Fahrräder und freie Dockingplätze an.


Sonnenuntergang am South Pointe

Am späten Nachmittag ging es für uns Richtung South Pointe am südlichen Ende von Miami Beach. Und wenn wir aus unserem gesamten Aufenthalt einen Ort für den Sonnenuntergang auswählen müssten, wäre es dieser. Von hier hat man über das Wasser einen tollen Blick Richtung Skyline und PortMiami. Wir waren zum Sundowner dort und fanden die Stimmung richtig schön. Das ist für uns auch kein Ort, den man als „Sehenswürdigkeit Nummer 8“ für 20 Minuten in seinen Tagesplan quetschen sollte. Kommt lieber etwas früher. Setzt euch hin. Schaut auf das Wasser. Und bleibt einfach bis die Sonne weg ist. Nach Downtown, Wynwood, Little Havana, Busfahrt und Fahrradtour war das für uns genau der richtige Abschluss.

Gut zu wissen für Radfahrer

Bei Fahrrädern und E-Bikes sollte man die Beschilderung vor Ort beachten. Gerade motorisierte E-Bikes sind auf dem Beachwalk und im South Pointe Park nicht erlaubt; für normale Fahrräder gelten je nach Bereich ebenfalls Einschränkungen.

Also lieber einmal absteigen und schieben, wenn es die Beschilderung verlangt, statt eine schöne Tour unnötig kompliziert zu machen.


Abendessen wieder am Ocean Drive

Danach ging es zurück Richtung Ocean Drive. Der Ocean Drive ist ohne Frage touristisch. Aber beim ersten Aufenthalt in Miami würden wir ihn trotzdem nicht auslassen. Gerade abends, wenn die Art-Deco-Fassaden beleuchtet sind, bekommt man dieses Miami-Gefühl, das man aus Filmen und Bildern kennt. Man muss hier nicht jeden Abend verbringen. Aber einmal gehört es für uns dazu. Und nach diesem Tag waren wir ohnehin ziemlich froh, anschließend ins Bett zu kommen.

Tag 2: Everglades & Miami vom Wasser

Am zweiten Tag hatten wir unsere Everglades-Tour gebucht. Nach dem ziemlich aktiven ersten Tag war es angenehm, an diesem Morgen nicht selbst viel organisieren zu müssen.

Everglades Tour ab Miami

Von Miami ging es raus in Richtung Everglades. Zur Tour gehörte eine klassische Airboat-Fahrt durch die Landschaft. Und ja: Wir haben tatsächlich Alligatoren gesehen. Der Kontrast zu Miami Beach ist schon ziemlich groß. Einen Tag vorher noch Hochhäuser, Ocean Drive und Stadt – und plötzlich sitzt man im Airboat zwischen Wasser und Graslandschaft.

Lohnt sich die Everglades Tour?

Unser Eindruck war grundsätzlich positiv. Man sollte aber wissen, dass die klassischen Airboat-Touren relativ touristisch organisiert sind. Wer völlige Einsamkeit und unberührte Natur erwartet, könnte deshalb etwas enttäuscht sein. Unser Fazit: Wenn ihr noch nie in den Everglades wart, würden wir die Tour einplanen. Bei nur zwei Tagen in Miami würden wir sie eher weglassen.

Danach: Bootstour ab Bayside Marketplace

Nach der Everglades-Tour ging es für uns zurück Richtung Hafen.

Am Bayside Marketplace haben wir anschließend noch eine Bootstour durch die Biscayne Bay gemacht.

Die Kombination fanden wir richtig gut.

Morgens Natur und Alligatoren, nachmittags Skyline und Miami vom Wasser.

Die Bootstour würden wir deshalb nicht unbedingt als eigenen halben Tag einplanen.

Direkt nach den Everglades passt sie aber sehr gut.

Mit dem Bus zurück nach Miami Beach

Danach sind wir mit dem Bus zurück nach Miami Beach gefahren.

Spätestens jetzt war für uns klar: Den Bus hätten wir schon am ersten Tag häufiger nutzen sollen.

Unser Tipp für Miami:

Längere Strecken mit Bus oder Fahrrad fahren und die einzelnen Viertel zu Fuß erkunden.

Das spart Zeit und Energie, ohne dass man weniger von der Stadt mitbekommt.

Abends: Art Deco District

Am Abend waren wir im Art Deco Historic District von Miami Beach unterwegs.

Hier findet ihr die typischen pastellfarbenen Gebäude, die man sofort mit South Beach verbindet.

Am Abend wirkt das Viertel durch die Beleuchtung noch einmal anders als tagsüber.

Für uns war das der richtige Zeitpunkt, um hier entspannt entlangzulaufen.

Española Way

Danach ging es weiter zum Española Way.

Die Straße ist relativ klein und schnell erkundet.

Genau deshalb würden wir dafür keinen eigenen halben Tag einplanen.

Einfach durchlaufen, Atmosphäre genießen und schauen, wo man hängen bleibt.

Abendessen: einfach ein Slice Pizza

Nach Everglades, Bootstour und Spaziergang hatten wir keine Lust mehr auf ein großes Restaurant.

Also gab es für jeden einfach ein Slice Pizza.

Und genau solche Momente gehören für uns genauso zu einer Reise wie ein gutes Restaurant.

Nicht jede Mahlzeit muss vorher stundenlang recherchiert werden.

Tag 3: Strand, South Pointe & Kreuzfahrt

Unser letzter Morgen in Miami war bewusst ruhig. Keine weitere Tour und keine Sehenswürdigkeit, die wir unbedingt noch abhaken mussten.

Morgenspaziergang am Strand

Wir sind zu einem ausgiebigen Spaziergang am Strand aufgebrochen. Unser Weg führte bis zum South Pointe und anschließend wieder zurück. Gerade am Vormittag war das Licht wunderschön. Es war deutlich ruhiger als später am Tag und für uns einer der entspanntesten Momente in Miami. Das würden wir genau so wieder machen.

Frühstück & noch einmal ins Meer

Nach dem Spaziergang haben wir ausgiebig gefrühstückt. Danach ging es noch einmal kurz ins Meer. Mehr Programm brauchten wir an diesem Morgen nicht. Schließlich begann danach ohnehin der nächste Teil unserer Reise: 

Sieben Tage Karibik-Kreuzfahrt mit MSC.

Von Miami Beach zu PortMiami

Für den Weg zum Kreuzfahrtschiff haben wir uns bewusst gegen ein Taxi entschieden. Richtung PortMiami kann der Verkehr ziemlich dicht sein. Ein Taxi wäre für uns teurer gewesen und hätte im Zweifel genauso im Stau gestanden Deshalb haben wir Bus und Fußweg kombiniertMit überschaubarem Gepäck hat das für uns gut funktioniert. Wer mehrere große Koffer dabeihat, fährt mit Taxi oder Rideshare natürlich bequemer. Am besten vorher ein Uber für 30 Dollar buchen, alles andere wird sonst echt teuer.

Wichtig: MSC-Terminal vorher prüfen

PortMiami hat mehrere Kreuzfahrtterminals. Schaut deshalb vor der Abfahrt unbedingt auf eure Reiseunterlagen. Dort findet ihr das Terminal, das für eure konkrete Kreuzfahrt vorgesehen ist.

Braucht man in Miami einen Mietwagen?

Für unsere Route ganz klar: Nein. Wir hatten keinen Mietwagen und haben ihn auch nicht vermisst.

Wir waren unterwegs mit:

  • Taxi vom Flughafen nach Miami Beach
  • Bus
  • Citi Bike
  • zu Fuß
  • gebuchter Everglades-Tour
  • Bus und Fußweg nach PortMiami

Für drei Tage mit Unterkunft in Miami Beach würden wir es wieder ähnlich machen. Nur eines würden wir ändern: Weniger laufen und etwas früher den Bus nehmen.

Was würden wir wieder so machen?

  • Miami Beach als Basis wählen
  • Am Ankunftstag nichts mehr groß planen
  • Wynwood und Little Havana kombinieren
  • Citi Bike nutzen
  • Über den Venetian Causeway fahren
  • Den Sonnenuntergang am South Pointe genießen
  • Everglades und Bootstour an einem Tag kombinieren
  • Den letzten Morgen für Strand freihalten

Was würden wir anders machen?

Weniger zwischen den Vierteln laufen

Downtown, Wynwood und Little Havana lassen sich innerhalb der Viertel wunderbar zu Fuß erkunden. Die längeren Strecken dazwischen würden wir heute mit dem Bus fahren.

Citi-Bike-Zeit besser nutzen

Wir haben unser Fahrrad einmal zu früh abgegeben. Heute würden wir vorher prüfen, wie viel Zeit noch übrig ist. Bei Restzeit hätten wir einfach noch einmal ein Rad nehmen können.

Fahrradroute vorher prüfen

Für die Strecke nach Miami Beach würden wir gezielt auf den Venetian Causeway achten. Die falsche Brücke ist mit dem Fahrrad deutlich weniger angenehm.

Nicht alles sehen wollen

Miami wird nicht besser, nur weil man möglichst viele Sehenswürdigkeiten in drei Tage packt. Wir würden jederzeit eine Stunde am South Pointe gegen drei zusätzliche Must-sees tauschen.

Sind 3 Tage Miami genug?

Für uns: Ja. Natürlich haben wir danach nicht ganz Miami gesehen. Aber wir hatten auch nicht das Gefühl, nur von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten zu hetzen.

In unseren drei Tagen haben wir:

  • Miami Beach erlebt
  • Downtown besucht
  • Wynwood erkundet
  • Little Havana erlebt
  • kubanisch gegessen
  • die Venetian Islands mit dem Fahrrad überquert
  • den Sonnenuntergang am South Pointe gesehen
  • die Everglades besucht
  • Miami vom Wasser erlebt
  • den Art Deco District gesehen
  • Española Way besucht
  • Zeit am Strand verbracht
  • und sind anschließend auf unsere Kreuzfahrt gestartet

Unser Fazit

Wenn ihr nur wenige Tage habt, würden wir nicht versuchen, ganz Miami zu sehen. Wählt eine gute Basis in Miami Beach und verbindet die einzelnen Viertel sinnvoll miteinander. Lasst außerdem bewusst Zeit für Strand, Fahrrad und Sonnenuntergang. Genau diese einfachen Momente sind uns im Nachhinein besonders in Erinnerung geblieben. Eine gute Reise ist für uns nicht die Route mit den meisten Highlights. Es ist die Route, bei der am Ende alles zusammenpasst.

Und bis auf ein paar unnötige Kilometer zu Fuß und ein etwas zu früh abgegebenes Citi Bike würden wir unsere drei Tage in Miami vor der Karibik-Kreuzfahrt fast genauso wieder machen.