Unsere Reise in Bildern
Ein erster Blick
Farbenfroher Lifeguard Tower am Strand von Miami Beach vor dunklen Wolken.
Luftaufnahme der Küste von Miami Beach am Southern Point
Die Wynwoodwalls sind ein beeindruckendes Graffitiviertel in Miami
Vom Southern Point hat man den besten Blick auf Miami
Eine Airboattour ist Pflicht bei einem FloridabesuchWeitere Fotos anzeigen
Palmen am Ocean Drive
Nehmt eine Unterkunft in Miami Beach
Am Ocean Drive schmecken Tacos am besten
Der Art Deco findet sich überall in der Stadt
Blick auf Hochhäuser, Yachten und Uferpromenade in Downtown Miami.
Moderne Türme, Yachten und Wasserweg im Stadtteil Brickell in Miami.
Straßenszene mit Hochhäusern und Warnschild in Brickell, Miami.
Beeindruckende Kunstwerke
Menschen spielen Domino an einem Tisch im Domino Park in Little Havana.
Mit dem Fahrrad immer am Ocean Drive zum Southern Point fahren
Alligator zwischen Schilf und Wasserpflanzen in den Everglades.
Airboat-Fahrt durch die Sumpflandschaft der Everglades.
Blick zurück auf die Küste von Miami Beach mit Bootswelle im Vordergrund.
Skyline von Downtown Miami mit Riesenrad und Hochhäusern am Wasser.
Drei Kormorane rasten auf einer Boje am Wasser in Miami.
Genießt die Morgenstunden am Strand
Strandszene mit Sonnenschirm und Liege am Miami Beach.Miami war für uns nicht einfach ein kurzer Stopover, sondern der Auftakt unserer Karibikreise. Bevor wir für sieben Tage mit MSC in Richtung Karibik aufgebrochen sind, hatten wir drei Nächte in Miami Beach. Genug Zeit, um sehr unterschiedliche Seiten der Stadt kennenzulernen – aber zu wenig, um Miami mit einer endlosen Liste an Sehenswürdigkeiten abzuhaken.
Genau das wollten wir auch nicht. Statt möglichst viel in drei Tage zu pressen, haben wir Downtown, Wynwood und Little Havana miteinander verbunden, sind mit dem Fahrrad über die Venetian Islands gefahren, haben einen Tag für die Everglades eingeplant und zwischendurch immer wieder Zeit am Wasser gelassen.
Im Nachhinein würden wir fast dieselbe Route noch einmal wählen. Nur einige der Kilometer, die wir bei Hitze zwischen den Stadtvierteln zu Fuß zurückgelegt haben, würden wir uns heute sparen.
Für diese Route braucht ihr keinen Mietwagen. Wir waren mit Bus, Citi Bike, Taxi und zu Fuß unterwegs. Für einen kurzen Aufenthalt fanden wir das wesentlich entspannter, als uns zusätzlich mit Verkehr und Parkplätzen beschäftigen zu müssen.
Miami war die erste Etappe unserer Reise. Danach ging es auf Karibik-Kreuzfahrt mit MSC. Wie die Stationen zusammengehören, findet ihr in unserem Reiseüberblick zu Miami und der Karibik.

Unsere Route für 3 Tage Miami im Überblick
- Anreisetag: Frankfurt → Miami → Miami Beach → Ocean Drive → Abendessen im Caffé Milano
- Tag 1: Downtown → Wynwood → Little Havana → mit Citi Bike über die Venetian Islands → South Pointe → Ocean Drive
- Tag 2: Everglades → Airboat → Bayside Marketplace → Bootstour → Art Deco District → Española Way
- Tag 3: Strandspaziergang → South Pointe → Frühstück → Meer → PortMiami → MSC-Kreuzfahrt
Unsere beste Entscheidung: Miami Beach als Basis zu wählen.
Unser Highlight: Die Fahrt mit dem Citi Bike über die Venetian Islands und der Sonnenuntergang am South Pointe.
Das würden wir anders machen: Die längeren Strecken zwischen den Stadtvierteln früher mit dem Bus fahren.
Bei nur zwei Tagen: Eher auf die Everglades verzichten und mehr Zeit in Miami selbst verbringen.
Unsere Miami-Route auf der Karte
Anreisetag: Von Frankfurt nach Miami Beach
Anreisetag · Ankommen in Miami Beach
Die Linien folgen Straßen sowie Fuß- und Radwegen. Bus-/Tourbusstrecken zeigen eine mögliche Straßenverbindung, keine bestätigte Buslinie. Bootswege sind schematisch. Klicke auf die nummerierten Punkte oder die Stopps für Hinweise.
Wir sind direkt von Frankfurt nach Miami geflogen und gegen 16 Uhr Ortszeit gelandet. Gerade nach einem Langstreckenflug würden wir für den ersten Abend bewusst wenig planen. Allein die Immigration kann einen Teil des Nachmittags verschlingen; bei uns dauerte sie ungefähr anderthalb Stunden.
Anschließend ging es mit dem Taxi direkt nach Miami Beach. Der Transfer war bei unserer Buchung bereits enthalten. Grundsätzlich lässt sich die Strecke auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen, aber direkt nach dem Flug war das Taxi für uns die angenehmere Lösung. Dass Bus und Bahn durchaus funktionieren, haben wir später auf dem Rückweg zum Flughafen selbst ausprobiert.
Eine Kleinigkeit, die sich bereits am ersten Abend als praktisch erwiesen hat, waren kleine Dollarscheine. Wir hatten ungefähr 20 Dollar in Ein- und Fünf-Dollar-Scheinen dabei. Gerade für Trinkgeld bei Gepäck, Taxi oder kleineren Services war das deutlich unkomplizierter, als jedes Mal nach Wechselgeld suchen zu müssen.
Der erste Abend am Ocean Drive
Nach dem Einchecken haben wir uns nur kurz frisch gemacht und sind anschließend Richtung Ocean Drive gelaufen. Mehr Programm brauchten wir an diesem Abend nicht. Zwischen Palmen, den ersten Art-Deco-Fassaden und dem ständigen Treiben auf der Straße stellt sich das Miami-Gefühl ohnehin ziemlich schnell ein.
Zum Abendessen sind wir im Caffé Milano geblieben. Draußen sitzen, essen, Leute beobachten und erst einmal in Miami ankommen – für den ersten Abend war das genau richtig.
Wenn ihr nachmittags in Miami landet, würden wir deshalb keinen zusätzlichen Programmpunkt mehr in den Tag quetschen. Ein Spaziergang durch South Beach und ein entspanntes Abendessen reichen nach dem Flug vollkommen aus.
Tag 1: Downtown, Wynwood, Little Havana und mit dem Fahrrad zurück nach Miami Beach
Tag 1 · Stadtviertel und Venetian Islands
Die Linien folgen Straßen sowie Fuß- und Radwegen. Bus-/Tourbusstrecken zeigen eine mögliche Straßenverbindung, keine bestätigte Buslinie. Bootswege sind schematisch. Klicke auf die nummerierten Punkte oder die Stopps für Hinweise.
Unser erster vollständiger Tag war der abwechslungsreichste der Reise. Innerhalb weniger Stunden wechselte Miami mehrmals sein Gesicht: morgens Hochhäuser und Waterfront in Downtown, wenig später Street Art in Wynwood, anschließend kubanisches Leben rund um die Calle Ocho und am Ende Wasser, Inseln und Skyline auf dem Fahrrad.
Dabei haben wir allerdings auch gelernt, wie man Miami besser nicht erkundet: Die einzelnen Viertel kann man wunderbar zu Fuß entdecken. Die größeren Entfernungen zwischen ihnen muss man dagegen nicht ebenfalls laufen.
Am Morgen sind wir zunächst mit dem Bus Richtung Downtown Miami und zum Bayside Marketplace gefahren. Die Lage direkt am Wasser macht Bayside zu einem unkomplizierten Einstieg in den Tag. Lange aufgehalten haben wir uns dort zunächst nicht, denn unser eigentliches Ziel lag weiter nördlich.
Wynwood: Street Art statt Skyline
In Wynwood verändert sich die Umgebung innerhalb kurzer Zeit komplett. Hochhäuser und Strand spielen plötzlich kaum noch eine Rolle. Stattdessen bestimmen ehemalige Industriegebäude, Galerien und großflächige Murals das Viertel.
Rund um die Wynwood Walls lohnt es sich gerade deshalb, nicht nur auf einen einzelnen Punkt zuzusteuern. Wir sind durch die umliegenden Straßen gelaufen und haben immer wieder neue Wandbilder entdeckt. Für Wynwood funktioniert das sehr gut – unser Fehler war eher, diesen Laufmodus anschließend auch für die nächste Verbindung beizubehalten.
Little Havana und Mittagessen in der Calle Ocho
Von Wynwood wollten wir weiter nach Little Havana. Auf der Karte wirkte die Entfernung machbar und deshalb liefen wir auch diesen Abschnitt größtenteils. Heute würden wir ohne lange zu überlegen den Bus nehmen. Bei Sonne und Wärme fühlen sich die Entfernungen in Miami schnell deutlich länger an, als sie auf dem Bildschirm aussehen.
In Little Havana selbst ist das Laufen dagegen genau richtig. Rund um die Calle Ocho wechseln sich kubanische Cafés, Zigarrenläden, Musik und kleine Geschäfte ab. Die Atmosphäre hat wenig mit Miami Beach oder Downtown gemeinsam, obwohl nur wenige Kilometer dazwischenliegen.
Zum Mittagessen waren wir im Old’s Havana Cuban Bar & Cocina. Das Restaurant ist kein versteckter Geheimtipp und entsprechend touristisch, aber für unseren ersten Besuch passte es: kubanisches Essen, Live-Musik und mitten im Geschehen der Calle Ocho.
Zurück nach Downtown – diesmal mit dem Bus
Nach mehreren Stunden zu Fuß war unsere Motivation für weitere lange Märsche deutlich gesunken. Von Little Havana ging es deshalb mit dem Bus zurück Richtung Downtown. Inzwischen war Rush Hour und besonders schnell kamen wir auch damit nicht voran, trotzdem war es wesentlich angenehmer, eine Weile zu sitzen.
Für unsere Route wäre das rückblickend die richtige Strategie für den ganzen Tag gewesen: innerhalb der Viertel laufen, zwischen den Vierteln Bus fahren.
Mit Citi Bike über die Venetian Islands
Zurück in Downtown beziehungsweise in Hafennähe wechselten wir noch einmal das Verkehrsmittel und nahmen ein Citi Bike. Insgesamt haben wir die Räder während unseres Aufenthalts zweimal genutzt und gerade diese Fahrt gehört für uns zu den schönsten Erlebnissen in Miami.
Unsere Strecke führte über den Venetian Causeway und die Venetian Islands zurück nach Miami Beach. Statt einer großen Schnellstraße fährt man hier über kleinere Inseln hinweg und hat dazwischen immer wieder freie Blicke aufs Wasser und auf die Skyline.
Bei der Navigation sollte man allerdings aufmerksam bleiben. Wir hätten beinahe die falsche Brücke genommen und wären damit in Richtung einer wesentlich größeren Highway-Verbindung gefahren. Wenn ihr dieselbe Strecke fahren möchtet, würden wir deshalb den Venetian Causeway ausdrücklich als Zwischenziel in die Navigation eingeben und zusätzlich prüfen, ob es aktuelle Baustellen oder Umleitungen gibt.
Ein zweites Detail hatten wir beim ersten Ausleihen nicht richtig verstanden: Unser Citi-Bike-Tarif war zeitlich begrenzt und wir stellten die Räder deutlich zu früh wieder an einer Station ab. Erst danach merkten wir, dass noch genügend Fahrzeit übrig gewesen wäre, um direkt weiter Richtung South Pointe zu fahren.
Deshalb vor dem Andocken kurz in der App beziehungsweise beim gebuchten Tarif prüfen, wie viel Zeit tatsächlich noch übrig ist.
Sonnenuntergang am South Pointe
Am späten Nachmittag ging es weiter zum South Pointe am südlichen Ende von Miami Beach. Wenn wir für unseren gesamten Aufenthalt nur einen Platz für den Sonnenuntergang auswählen dürften, würden wir wieder hierherkommen.
Der Blick geht über das Wasser Richtung PortMiami und Skyline, gleichzeitig wirkt die Umgebung wesentlich ruhiger als wenige Straßen weiter am Ocean Drive. Nach Downtown, Wynwood, Little Havana, Bus und Fahrrad war genau das der richtige Gegenpol.
Wir würden den South Pointe deshalb nicht als weiteren Punkt auf einer Sehenswürdigkeitenliste behandeln. Kommt lieber etwas früher, setzt euch ans Wasser und bleibt eine Weile.
Danach liefen wir wieder Richtung Ocean Drive. Natürlich ist die Straße touristisch. Trotzdem würden wir sie bei einem ersten Aufenthalt in Miami nicht auslassen. Gerade am Abend, wenn die Art-Deco-Fassaden beleuchtet sind, gehört sie für uns einfach zu South Beach dazu.
Tag 2: Everglades, Miami vom Wasser und Art Deco am Abend
Tag 2 · Everglades, Biscayne Bay und Art Deco
Die Linien folgen Straßen sowie Fuß- und Radwegen. Bus-/Tourbusstrecken zeigen eine mögliche Straßenverbindung, keine bestätigte Buslinie. Bootswege sind schematisch. Der Punkt bei Homestead dient zur Orientierung. Der genaue Airboat-Startpunkt und Fahrtverlauf sind nicht dokumentiert.
Nach dem ziemlich vollen ersten Tag änderte sich das Tempo am nächsten Morgen deutlich. Für diesen Tag hatten wir bereits vorab eine Everglades-Tour mit Transfer ab Miami gebucht. Statt selbst Route, Auto und Parkmöglichkeiten organisieren zu müssen, konnten wir morgens einfach in den Bus steigen.
Unsere Tour führte in die Everglades-Region bei Homestead. Einer der Orientierungspunkte auf unserer Strecke war der Everglades Gator Grill, 36650 SW 192nd Ave, Homestead. Schon auf dem Weg dorthin verschwindet das Stadtbild von Miami ziemlich schnell. Hochhäuser werden durch flaches Land, Vegetation und Wasser ersetzt.
Zur Tour gehörte eine klassische Airboat-Fahrt. Wir haben dabei tatsächlich Alligatoren gesehen und allein der Kontrast zum Vortag machte den Ausflug interessant. Weniger als 24 Stunden zuvor waren wir noch zwischen Ocean Drive, Wynwood und Calle Ocho unterwegs gewesen; nun fuhren wir mit dem Airboat durch die Everglades.
Würden wir die Everglades noch einmal einplanen?
Ja – allerdings mit der richtigen Erwartung. Eine organisierte Airboat-Tour ist ein unkomplizierter erster Eindruck der Everglades und keine intensive Naturerkundung. Ablauf, Tiere, kurze Erklärungen und die Airboat-Fahrt sind touristisch organisiert.
Mit drei Tagen in Miami würden wir den Ausflug trotzdem wieder machen. Hätten wir insgesamt nur zwei Tage, würden wir wahrscheinlich darauf verzichten und die zusätzliche Zeit für Miami Beach, Wynwood oder Little Havana verwenden.
Wir hatten unsere Tour vorab über GetYourGuide gebucht. Den konkreten Anbieter und Ablauf solltet ihr bei der Buchung noch einmal prüfen, da sich Startpunkte und angefahrene Orte ändern können.
Vom Sumpf zurück an die Waterfront
Nach der Rückkehr nach Miami ging es für uns wieder zum Bayside Marketplace. Dort haben wir den Tag mit einer Bootstour auf dem Wasser kombiniert.
Als einzelnes Halbtagesprogramm würden wir diese Tour wahrscheinlich nicht zwingend einplanen. Direkt nach dem Everglades-Ausflug passte sie für uns dagegen sehr gut: Wir waren ohnehin wieder in Downtown und konnten Miami anschließend noch einmal aus einer völlig anderen Perspektive erleben.
Danach fuhren wir mit dem Bus zurück nach Miami Beach. Spätestens jetzt stand für uns endgültig fest, dass wir dieses Verkehrsmittel bereits am ersten Tag häufiger hätten benutzen sollen.
Art Deco District und Española Way am Abend
Am Abend blieben wir in South Beach und liefen durch den Art Deco Historic District. Die pastellfarbenen Häuser gehören ohnehin zu den bekanntesten Bildern von Miami Beach, aber gerade nach Einbruch der Dunkelheit verändert sich die Atmosphäre noch einmal. Beleuchtete Fassaden, Palmen und der Verkehr entlang der Straßen ergeben genau das Bild, das viele mit Miami verbinden.
Von dort gingen wir weiter zum Española Way. Die Straße ist nicht groß und lässt sich problemlos in einen Abendspaziergang einbauen. Einen eigenen mehrstündigen Programmpunkt würden wir daraus nicht machen. Durchlaufen, schauen, wo es einem gefällt, und gegebenenfalls irgendwo sitzen bleiben – mehr Planung braucht es nicht.
Nach Everglades, Bootstour und Spaziergang hatten wir auch keine Lust mehr auf ein großes Restaurant. Deshalb gab es an diesem Abend einfach für jeden ein Slice Pizza. Im Rückblick gehören solche völlig unkomplizierten Mahlzeiten genauso zu einer Reise wie die Restaurants, die man Wochen vorher herausgesucht hat.
Tag 3: Noch einmal Strand – und dann weiter zur Kreuzfahrt
Tag 3 · Strandmorgen und Weiterreise nach PortMiami
Die Linien folgen Straßen sowie Fuß- und Radwegen. Bus-/Tourbusstrecken zeigen eine mögliche Straßenverbindung, keine bestätigte Buslinie. Bootswege sind schematisch. PortMiami ist allgemein markiert. Der konkrete Busausstieg und euer Kreuzfahrtterminal können abweichen.
Unser letzter Morgen in Miami war bewusst frei geblieben. Keine Tour, kein Museum und keine weitere Sehenswürdigkeit, die unbedingt noch in die drei Tage passen musste.
Stattdessen liefen wir morgens ausgiebig am Strand entlang bis zum South Pointe und anschließend wieder zurück. Gerade zu dieser Tageszeit war es deutlich ruhiger als später und nach den beiden volleren Tagen davor tat es gut, Miami noch einmal ohne festen Zeitplan zu erleben.
Danach haben wir in Ruhe gefrühstückt, waren noch einmal im Meer und holten anschließend unser Gepäck. Mehr brauchten wir an diesem Morgen nicht, denn mit der Fahrt nach PortMiami begann bereits der nächste Teil unserer Reise: sieben Tage Karibik-Kreuzfahrt mit MSC.
Von Miami Beach nach PortMiami
Für die Strecke zum Hafen entschieden wir uns bewusst gegen ein normales Taxi und kombinierten Bus und Fußweg. Mit unserem überschaubaren Gepäck funktionierte das gut und wir mussten uns nicht darum kümmern, wie lange ein Taxi im Verkehr rund um den Hafen stehen würde.
Mit mehreren großen Koffern würden wir es allerdings anders machen. Dann würden wir vor der Abfahrt den Preis für Uber beziehungsweise Taxi prüfen und lieber direkt bis zum Terminal fahren.
Wichtig ist vor allem ein Blick in die Reiseunterlagen. PortMiami hat mehrere Kreuzfahrtterminals und ihr solltet vorher wissen, an welchem Terminal euer Schiff tatsächlich liegt. Genau deshalb markieren wir auf unserer Karte nur PortMiami allgemein und keinen Terminal, der nicht zu eurer konkreten Abfahrt passen muss.
Braucht man für 3 Tage Miami einen Mietwagen?
Für genau diese Route lautet unsere Antwort eindeutig: nein.
Vom Flughafen fuhren wir mit dem Taxi nach Miami Beach. Innerhalb der Stadt nutzten wir Bus, Citi Bike und unsere eigenen Füße und für die Everglades hatten wir einen organisierten Transfer. Während der drei Tage gab es keinen Moment, in dem wir uns ein eigenes Auto gewünscht hätten.
Im Gegenteil: Bei einem kurzen Stadtaufenthalt hätten wir uns zusätzlich mit Parkmöglichkeiten und Verkehr beschäftigen müssen. Sinnvoll kann ein Mietwagen werden, wenn ihr einen individuellen Tagesausflug außerhalb Miamis plant oder die Everglades komplett auf eigene Faust erkunden möchtet. Dann würden wir ihn aber eher gezielt für diesen einen Tag buchen.
Was wir beim nächsten Mal anders machen würden
Die wichtigste Änderung wäre überraschend simpel: weniger laufen. Nicht, weil Miami keine Stadt zum Laufen wäre, sondern weil die interessanten Viertel teilweise weiter auseinanderliegen, als es auf der Karte wirkt. Wynwood zu Fuß erkunden: unbedingt. Little Havana zu Fuß erkunden: ebenfalls. Die komplette Verbindung dazwischen bei Wärme laufen: würden wir uns beim nächsten Mal sparen.
Beim Citi Bike würden wir vor dem Andocken außerdem prüfen, wie viel Zeit im gebuchten Tarif noch übrig ist. Und für die Fahrt über die Venetian Islands würden wir den Venetian Causeway schon vor dem Start ausdrücklich in die Navigation setzen.
Was wir dagegen nicht verändern würden, sind die ruhigeren Momente. Eine Stunde am South Pointe, eine längere Fahrradfahrt oder der freie Morgen am Strand waren für uns mehr wert als drei zusätzliche Sehenswürdigkeiten.
Sind 3 Tage Miami genug?
Für uns waren drei Tage Miami vor der Kreuzfahrt genau richtig. Natürlich kann man problemlos wesentlich länger bleiben und wir haben bei weitem nicht die ganze Stadt gesehen. Aber genau das war auch nicht unser Anspruch.
In dieser Zeit haben wir Miami Beach, Downtown, Wynwood und Little Havana erlebt, kubanisch gegessen, sind mit dem Fahrrad über die Venetian Islands gefahren, haben den Sonnenuntergang am South Pointe gesehen, einen Ausflug in die Everglades gemacht und Miami vom Wasser erlebt. Trotzdem blieb am letzten Morgen noch Zeit, einfach am Strand entlangzulaufen und ins Meer zu gehen.
Das Verhältnis hat für uns gepasst.
Unser Fazit zu Miami in 3 Tagen
Wenn ihr nur wenige Tage in Miami habt, würden wir nicht versuchen, aus jeder verfügbaren Stunde einen Programmpunkt herauszuholen. Wichtiger ist, die Stadtteile sinnvoll miteinander zu verbinden und für die längeren Distanzen das passende Verkehrsmittel zu wählen.
Für uns hat Miami Beach als Basis sehr gut funktioniert. Downtown, Wynwood und Little Havana ließen sich von dort zu einem größeren Stadttag verbinden, die Everglades bekamen einen eigenen Tag und South Beach war morgens und abends immer wieder Teil der Reise, ohne dass wir extra dorthin fahren mussten.
Besonders in Erinnerung geblieben sind am Ende ohnehin nicht die Momente, in denen wir irgendwo ein Häkchen setzen konnten. Es waren die Fahrt mit dem Rad über die Venetian Islands, der Blick vom South Pointe auf das Wasser und der ruhige Spaziergang am Strand am letzten Morgen.
Bis auf einige unnötige Kilometer zu Fuß und ein etwas zu früh abgegebenes Citi Bike würden wir unsere drei Tage in Miami deshalb fast genauso wieder planen.
Miami in drei Tagen – unser Reisevideo
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Unsere Route, die Karte und die Tipps zum Nachlesen findest du im Reisebericht zu Miami in 3 Tagen – unsere Route ohne Mietwagen vor der Karibik-Kreuzfahrt.























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