Karibik-Kreuzfahrt mit der MSC

Von den Everglades bis Miami Beach

MSC Karibik-Kreuzfahrt ab Miami – unsere Route mit Ocean Cay, Cozumel, Grand Cayman & Jamaika

Nach drei Tagen in Miami ging es für uns direkt weiter auf eine Karibik-Kreuzfahrt mit MSC. Die Kombination würden wir sofort wieder buchen: Erst Miami erleben und anschließend ohne Stress am Anreisetag aufs Schiff gehen. Unsere Route führte über Ocean Cay auf den Bahamas, Cozumel in Mexiko, Grand Cayman und Ocho Rios auf Jamaika.

Wir hatten eine Balkonkabine gebucht und für die komplette Kreuzfahrt ungefähr 1.000 Dollar für zwei Personen bezahlt. Was wir allerdings nicht hatten, war ein Getränkepaket – und genau das würden wir beim nächsten Mal ändern.

Unser wichtigstes Learning dieser Reise war aber ein anderes: Der teuerste Ausflug war nicht automatisch der schönste Tag. Ocean Cay kostete uns fast nichts extra und gehörte trotzdem zu unseren Lieblingsstopps, während uns der aufwendige Cenoten-Ausflug auf Cozumel am wenigsten überzeugt hat.

Unsere MSC-Karibikroute im schnellen Überblick

  • Start: 3 Tage Miami → PortMiami → Einschiffung bei MSC
  • Ocean Cay: Strand → Schnorcheln → Stachelrochen → Mittag auf dem Schiff → zweite Inselseite
  • Cozumel: Boot aufs Festland → Bus Richtung Tulum → Cenoten → Zipline → Baden & Schnorcheln
  • Grand Cayman: Tenderboot → Stingray Tour → Seven Mile Beach → zurück zum Schiff
  • Ocho Rios: Zu Fuß vom Hafen → Dunn’s River Falls → Wasserfall mehrfach hoch → zurück zum Schiff

Unser Lieblingsstopp: Ocean Cay.
Unser größtes Abenteuer: Dunn’s River Falls auf Jamaika.
Schönster Strand: Seven Mile Beach auf Grand Cayman.
Das würden wir anders machen: Auf Cozumel einen anderen Ausflug wählen.
Unser größter Bordfehler: Kein Getränkepaket gebucht.

Unsere MSC-Karibikroute auf der Karte

Nach drei Tagen Miami ging es für uns auf Kreuzfahrt: Ocean Cay → Cozumel → Grand Cayman → Ocho Rios. Auf der Karte seht ihr nicht nur die Schiffsroute, sondern auch, was wir an den einzelnen Häfen tatsächlich gemacht haben. Klicke auf die Punkte für unsere Erfahrungen und Tipps.
Hafen Unsere Highlights Weitere Stopps Schiff Bus / Auto Boot / Tender zu Fuß
Die blaue Schiffsroute dient zur Orientierung und stellt nicht den exakten Navigationskurs des Schiffes dar. Auch Tender-, Ausflugsboot- und Fußwege sind teilweise schematisch eingezeichnet.

Erster Stopp - Bahamas

Miami & Kreuzfahrt kombinieren – würden wir wieder machen

Vor der Kreuzfahrt hatten wir bereits drei Tage in Miami Beach verbracht und rückblickend war diese Kombination ideal. Wir hatten keinen Stress mit einer Fluganreise am Tag der Einschiffung, konnten Miami vorher in Ruhe erkunden und wechselten anschließend komplett die Art des Urlaubs: von Stadt, Fahrrad und Ocean Drive zu Strand, Meer und Karibik.

Genau so würden wir es wieder machen.

Unsere Balkonkabine auf der MSC

Für die Karibik hatten wir eine Balkonkabine gebucht und gerade auf dieser Route fanden wir den Balkon richtig schön. Morgens aufs Meer schauen, beim Einlaufen in einen neuen Hafen draußen stehen oder nach einem Landgang einfach noch kurz auf dem eigenen Balkon sitzen – für uns hat sich der Aufpreis gelohnt.

Unser Fehler: kein MSC-Getränkepaket

Was wir beim nächsten Mal definitiv ändern würden: Wir würden ein Getränkepaket buchen. Wir hatten keines und fanden die Preise für einzelne Getränke an Bord ziemlich hoch. Von AIDA waren wir außerdem gewohnt, dass zu bestimmten Mahlzeiten beispielsweise Bier, Wein oder Softdrinks enthalten sind – auf unserer MSC-Reise war das nicht so.

Wenn man tagsüber Wasser, Softdrinks und Kaffee trinkt und abends vielleicht noch Bier, Wein oder einen Cocktail möchte, kommt schnell einiges zusammen. Unser Tipp: Rechnet vor der Reise einmal grob durch, was ihr normalerweise trinkt und ob sich ein Getränkepaket für euch lohnt.

Ocean Cay – der perfekte erste Karibiktag

Unser erster Stopp war Ocean Cay MSC Marine Reserve auf den Bahamas und für uns war das der perfekte Einstieg in die Karibik. Kein komplizierter Transfer, kein durchgetakteter Ausflug und kein Tagesprogramm mit fünf Stationen – einfach vom Schiff runter, Strand und Meer genießen.

Keine Schweine – und das war völlig okay

Wer bei den Bahamas sofort an schwimmende Schweine oder große Inselausflüge denkt, sollte seine Erwartungen an Ocean Cay etwas anpassen. Unser kompletter Tag spielte sich auf und rund um der kleinen MSC-Insel ab und im Nachhinein fanden wir genau das ziemlich angenehm. Nicht aus jedem Kreuzfahrtstopp muss zwangsläufig noch ein zusätzlicher Ausflug werden.

Eigene Schnorchel würden wir wieder mitnehmen

Wir hatten unsere eigenen Schnorchel dabei und würden sie für eine Karibik-Kreuzfahrt jederzeit wieder einpacken. Wir waren lange im klaren Wasser, sind geschnorchelt und nach Muscheln getaucht – bis plötzlich sogar ein Stachelrochen an uns vorbeischwamm. Andere Gäste hatten wohl sogar Schildkröten gesehen.

Mittags sind wir einfach zurück aufs Schiff gegangen, haben dort gegessen und sind danach wieder auf die Insel. Den zweiten Teil des Tages haben wir auf der anderen Seite von Ocean Cay verbracht, wodurch sich der Tag fast wie zwei verschiedene Strandstopps angefühlt hat.

Jetski und andere Aktivitäten hätte man zusätzlich buchen können, aber das war überhaupt nicht unser Ding. Schnorcheln, Baden und einfach nichts tun waren für uns genau richtig.

Unser Ocean-Cay-Fazit: Eigene Schnorchel einpacken und keinen Stress machen. Für uns war Ocean Cay einer der entspanntesten Tage der gesamten Kreuzfahrt.

Zweiter Stopp - Cozumel (Mexiko)

Cozumel – unser Cenoten-Ausflug nach Mexiko

Der nächste Stopp war Cozumel in Mexiko. Hier hatten wir über MSC einen Ausflug zu den Cenoten auf der Halbinsel Yucatán gebucht, der uns ungefähr 90 Dollar pro Person kostete. Im Gegensatz zu Ocean Cay war dieser Tag deutlich aufwendiger.

Von Cozumel ging es zunächst mit dem Boot aufs mexikanische Festland und anschließend noch ungefähr 45 Minuten mit dem Bus in Richtung Tulum und weiter ins grüne Hinterland von Quintana Roo. Wer von Cozumel einen Ausflug aufs Festland bucht, sollte deshalb wissen, dass bereits ein ordentlicher Teil des Tages für Transfers draufgeht.

Cenoten, Zipline, Baden & Schnorcheln

Vor Ort konnten wir in den Cenoten baden, eine Zipline ausprobieren und noch eine kleine Bootstour machen. Unsere eigenen Schnorchel hatten wir wieder dabei und gerade unter Wasser wurde der Ausflug für uns richtig interessant: Wir konnten Schildkröten und andere Tiere beobachten.

Die Cenoten selbst waren allerdings anders, als wir sie uns anhand der bekannten Mexiko-Bilder vorgestellt hatten. Wir hatten riesige Höhlen und spektakuläre natürliche Wasserbecken im Kopf, unsere Stopps waren dagegen deutlich unspektakulärer. Schön war es trotzdem – aber nicht so, dass wir anschließend gesagt hätten: Dafür würden wir sofort noch einmal 90 Dollar pro Person bezahlen.

Uns war der Ausflug zu touristisch

Zusätzlich hatte die Tour für uns stellenweise den Charakter einer Verkaufstour. Unter anderem wurde sehr alter Tequila angeboten, bei dem eine Flasche ungefähr 200 Dollar kosten sollte. Auch Trinkgeld wurde von den Guides sehr offensiv thematisiert, obwohl wir bereits einen vergleichsweise teuren Ausflug gebucht hatten. Das hinterließ bei uns einen etwas merkwürdigen Eindruck.

Beim nächsten Besuch würden wir deshalb wahrscheinlich anders planen: Entweder Maya-Ruinen anschauen oder einfach auf Cozumel bleiben und einen entspannten Strandtag verbringen.

Unser Cozumel-Fazit: Die Unterwasserwelt war schön, die lange Anreise und der touristische Ablauf haben den Ausflug für uns aber deutlich relativiert.

Dritter Stopp - George Town (Cayman Island)

Grand Cayman – Stingrays & Seven Mile Beach

Grand Cayman wirkte auf uns klein, gepflegt und ziemlich entspannt. Weil unser Schiff nicht direkt am Pier lag, ging es zunächst mit einem Tenderboot an Land. Für diesen Tag hatten wir eine Stingray Tour gebucht. Man hätte sicherlich auch selbst einen Anbieter vor Ort organisieren können, wir wollten es diesmal aber einfach bequem haben.

Plötzlich 15 bis 20 Stachelrochen um die Beine

Mit dem Boot ging es zu einer flachen Sandbank im Meer und dort waren wirklich unglaublich viele Stachelrochen. Teilweise schwammen gefühlt 15 bis 20 Tiere gleichzeitig um unsere Beine. Das war beeindruckend – und für einen kurzen Moment auch etwas beängstigend.

Bei unserer Tour konnte man die Tiere anfassen und für das typische Urlaubsfoto sogar einen Stachelrochen „küssen“. Das Ganze war natürlich ebenfalls sehr touristisch und unser Guide wollte anschließend rund 50 Dollar für ein Foto. Das war uns dann doch deutlich zu viel.

Leider spielte das Wetter nicht perfekt mit. Es war bewölkt und zwischendurch nieselte es, warm war es trotzdem. Nur das klassische türkisfarbene Karibikwasser sieht bei blauem Himmel natürlich noch ein Stück spektakulärer aus.

Seven Mile Beach – eigentlich hätte uns das schon gereicht

Nach der Stingray Tour ging es noch zum berühmten Seven Mile Beach und spätestens dort hatten wir das klassische Karibikgefühl: heller Sand, warmes Wasser und diese typische Farbe des Meeres.

Wir sind anschließend noch längere Zeit am Strand entlanggelaufen und später wieder zurück Richtung Tenderhafen. Rückblickend hätten wir auch problemlos den kompletten Tag hier verbringen können. Die Stingrays einmal zu erleben war interessant, aber ein ruhiger Tag am Seven Mile Beach wäre mindestens genauso schön gewesen.

Unser Grand-Cayman-Fazit: Beim ersten Besuch kann man Stingray City gut mitnehmen. Wer einfach nur Karibik möchte, kann aber genauso gut direkt einen entspannten Strandtag planen.

Vierter Stopp - Ochos Rios (Jamaika)

Jamaika – Ocho Rios & Dunn’s River Falls auf eigene Faust

Unser letzter Stopp war Ocho Rios auf Jamaika und landschaftlich fühlte sich dieser Tag noch einmal komplett anders an. Jamaika war für uns grüner, dichter bewachsen und deutlich tropischer als die anderen Stopps – teilweise fühlte es sich wirklich wie Regenwald an.

45 Minuten zu Fuß zum Dunn’s River Falls

Statt Taxi oder organisiertem Ausflug haben wir uns entschieden, einfach vom Hafen zum Dunn’s River Falls zu laufen. Dafür brauchten wir ungefähr 45 Minuten.

Machbar? Ja.
Würden wir es jedem empfehlen? Eher nicht.

Direkt nach Verlassen des Hafens fühlte sich der Weg für uns etwas wie ein Spießrutenlauf an. Viele Händler und Fahrer wollten uns etwas verkaufen oder eine Fahrt anbieten, was auf Dauer anstrengend wurde. Nach einer Weile wurde es allerdings ruhiger.

Dunn’s River Falls – unser Jamaika-Highlight

Der Dunn’s River Falls selbst hat uns dafür richtig begeistert. Tropisches Grün, Wasser und mitten darin der große Wasserfall – hier würden wir sofort wieder hin.

Das Beste war, dass wir weitgehend alleine und in unserem eigenen Tempo hochklettern konnten. Weil es uns so gut gefallen hat, sind wir den Wasserfall sogar mehrfach hoch.

Parallel kamen immer wieder große organisierte Gruppen, die teilweise Hand in Hand in langen Reihen durch den Wasserfall liefen. Das wäre überhaupt nicht unser Ding gewesen. Wir waren froh, unabhängig unterwegs zu sein und selbst entscheiden zu können, wann wir stehen bleiben oder noch einmal hochklettern.

Rund um den Wasserfall fühlte sich Jamaika für uns wirklich tropisch an – dichtes Grün, hohe Bäume, Wasser und natürlich auch Tiere. Auf eine Begegnung hätten wir allerdings gerne verzichtet: die ziemlich großen Spinnen an einigen Bäumen.

Ocho Rios selbst haben wir danach nicht mehr groß erkundet. Unser erster Eindruck außerhalb des Hafens hatte uns nicht besonders angesprochen und wir wollten nicht künstlich durch den Ort laufen, nur damit wir ihn ebenfalls „gesehen“ haben.

Unser Jamaika-Fazit: Dunn’s River Falls würden wir sofort wieder besuchen. Ocho Rios selbst hat bei uns dagegen keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Unsere Karibikstopps im persönlichen Ranking

  1. Ocean Cay: Entspannt, schönes Wasser, Schnorcheln und genau das Karibikgefühl, das wir gesucht hatten.
  2. Jamaika – Dunn’s River Falls: Wasserfall und tropische Landschaft waren unser größtes Abenteuer.
  3. Grand Cayman: Seven Mile Beach war traumhaft, Stingray City spannend, aber touristisch.
  4. Cozumel / Mexiko: Unterwasserwelt schön, der gebuchte Cenoten-Ausflug hat uns insgesamt aber am wenigsten überzeugt.

Was würden wir wieder genauso machen?

  • Miami und Kreuzfahrt miteinander kombinieren
  • Balkonkabine für die Karibik buchen
  • Eigene Schnorchel mitnehmen
  • Ocean Cay ohne großes Zusatzprogramm genießen
  • Auf Grand Cayman zusätzlich zum Ausflug an den Seven Mile Beach gehen
  • Dunn’s River Falls unabhängig besuchen
  • Nicht jeden Hafen mit möglichst vielen Aktivitäten vollpacken

Was würden wir beim nächsten Mal anders machen?

Getränkepaket: Bei einer weiteren MSC-Kreuzfahrt würden wir vorab prüfen, welches Getränkepaket zu uns passt, und es wahrscheinlich direkt buchen.

Cozumel: Noch einmal dieselbe Cenoten-Tour würden wir nicht machen. Wir würden eher Maya-Ruinen oder einen Strandtag wählen.

Grand Cayman: Beim zweiten Besuch würden wir wahrscheinlich einfach den ganzen Tag am Seven Mile Beach verbringen.

Ausflüge: Wir würden noch stärker darauf achten, nicht automatisch „mehr Programm“ mit „besserem Tag“ gleichzusetzen.

Lohnen sich MSC-Ausflüge?

Nach dieser Reise würden wir sagen: Es kommt komplett auf den Hafen an. Auf Grand Cayman fanden wir den organisierten Ausflug bequem, weil wir tendern mussten und uns um nichts kümmern wollten. Auf Cozumel kostete allein der Transfer aufs Festland viel Zeit und der Ausflug war uns am Ende zu touristisch. Auf Jamaika waren wir dagegen froh, Dunn’s River Falls unabhängig besucht zu haben.

Unser Prinzip wäre beim nächsten Mal:

  • Komplizierter Transfer oder wenig Zeit: organisierten Ausflug prüfen
  • Strand direkt erreichbar: lieber selbst organisieren
  • Sehenswürdigkeit in Hafennähe: Taxi, Bus und Fußweg vergleichen
  • Privatinsel: nicht zwanghaft noch einen Ausflug dazubuchen

Unser Fazit zur MSC-Karibikkreuzfahrt

Für ungefähr 1.000 Dollar für zwei Personen war die Kreuzfahrt für uns insgesamt ein richtig gutes Angebot. Die Balkonkabine würden wir wieder buchen, das fehlende Getränkepaket würden wir diesmal aber anders lösen.

Bei den Landgängen haben wir vor allem gelernt, dass ein aufwendiger und teurer Ausflug nicht automatisch für den besseren Urlaubstag sorgt. Ocean Cay war gerade deshalb so schön, weil wir fast nichts geplant hatten. Grand Cayman zeigte uns, dass ein einfacher Strandtag vollkommen ausreichen kann. Jamaika wurde mit Dunn’s River Falls unser größtes Abenteuer und auf Cozumel würden wir beim nächsten Mal bewusst eine andere Route wählen.

Die Kombination aus drei Tagen Miami und anschließender Karibik-Kreuzfahrt würden wir dagegen ohne zu überlegen wieder buchen.

Unser wichtigster Tipp für diese Route: Nicht für jeden Hafen einen Ausflug buchen. Eigene Schnorchel einpacken, ein oder zwei besondere Erlebnisse auswählen und dazwischen auch einfach die Karibik genießen.