Kreuzfahrt auf den Kanaren im Winter
Gran Canaria, Madeira, Fuerteventura und Teneriffa - eine Reise mit der AIDAblu
AIDAblu Kanaren 2025 – unsere Erfahrungen
Im Frühjahr 2025 waren wir mit der AIDAblu auf den Kanaren und Madeira unterwegs.
Die Anreise nach Gran Canaria haben wir selbst organisiert und sind eigenständig mit dem Flugzeug angereist.
Unsere Landgänge haben wir fast komplett auf eigene Faust gemacht.
Und nach dieser Reise wissen wir ziemlich genau, was wir beim nächsten Mal wieder genauso – und was wir anders machen würden.
Unsere Route im schnellen Überblick
- Gran Canaria: individuelle Anreise → AIDAblu erkunden → Essen → Sport
- Seetag: Gym → Aktivitäten an Bord → Frühschoppen → abends U30-Disco
- Madeira Tag 1: Funchal → Gondel nach Monte → Korbschlitten → Mittagessen auf dem Schiff → Waltour ab Hafen
- Madeira Tag 2: Mietwagen → Wasserfall → Bananenplantagen → Nebelwald → Pico Ruivo
- Fuerteventura: Bus Richtung Norden → Dünen von Corralejo → Spaziergang durch die Dünen
- Teneriffa: Bus ab Santa Cruz → Parque Rural de Anaga → grüne Berge → schwarze Vulkanstrände
Unser klares Highlight: Madeira.
Das würden wir sofort ändern: Auf Madeira direkt für beide Tage einen Mietwagen nehmen.
Unsere Überraschung: Teneriffa mit dem Anaga-Gebirge hat uns landschaftlich richtig gut gefallen.
Fuerteventura: Die Dünen waren schön – insgesamt fanden wir die Insel im Vergleich aber eher unspektakulär.
Unsere AIDAblu-Route auf der Karte
Anreise nach Gran Canaria
Unsere Anreise zur AIDAblu haben wir eigenständig mit dem Flugzeug nach Gran Canaria organisiert.
Nach der Ankunft ging es für uns direkt zum Schiff.
Den ersten Tag haben wir bewusst nicht mehr mit einem großen Programm vollgepackt.
Stattdessen haben wir erst einmal die AIDAblu erkundet.
Wo sind die Restaurants? Wo ist das Gym? Welche Bars gefallen uns? Und wo findet später das Entertainment statt?
Danach haben wir etwas gegessen und waren noch beim Sport.
Für uns ist das der angenehmste Start in eine Kreuzfahrt.
Seetag: erstmal die AIDAblu genießen
Den Seetag haben wir komplett für das Schiff genutzt.
Wir waren beim Sport, haben verschiedene Aktivitäten an Bord ausprobiert und den Tag entspannt angehen lassen.
Dazu gehörte natürlich auch der Frühschoppen.
Abends ging es für uns noch zur U30-Disco.
Gerade bei einer Kreuzfahrt finden wir einen Seetag am Anfang ziemlich praktisch.
So kennt man das Schiff bereits, bevor die ersten intensiveren Landgänge beginnen.
Madeira Tag 1: Gondel, Korbschlitten & Whale Watching
Auf Madeira hatten wir zwei Tage.
Das war für uns ideal.
Rückblickend hätten wir diese beiden Tage allerdings etwas anders geplant.
Mit der Gondel nach Monte
Am ersten Morgen ging es in Funchal mit der Gondel hinauf nach Monte.
Schon die Fahrt nach oben lohnt sich wegen des Blicks über Funchal und das Meer.
Oben wartet dann eine der bekanntesten Aktivitäten Madeiras.
Mit dem Korbschlitten bergab
Wir sind mit einem der traditionellen Korbschlitten wieder den Berg hinuntergefahren.
Natürlich ist das touristisch.
Aber beim ersten Besuch auf Madeira würden wir es trotzdem wieder machen.
Es gehört einfach zu den ungewöhnlicheren Erlebnissen der Insel.
Mittags zurück aufs Schiff
Danach sind wir zunächst wieder auf die AIDAblu gegangen.
Dort haben wir zu Mittag gegessen und kurz Pause gemacht.
Gerade wenn das Schiff so zentral liegt, finden wir das ziemlich praktisch.
Nachmittags zur Waltour
Am Nachmittag ging es wieder runter vom Schiff.
Direkt am Hafen hatten wir eine Whale-Watching-Tour gebucht.
Damit war unser erster Madeira-Tag auch schon ziemlich gut gefüllt.
Zu diesem Zeitpunkt wussten wir allerdings noch nicht, wie viel mehr die Insel zu bieten hat.
Madeira Tag 2: Mietwagen – unsere beste Entscheidung
Am zweiten Tag haben wir uns auf Madeira einen Mietwagen genommen.
Und ziemlich schnell war uns klar:
Das hätten wir direkt am ersten Tag machen sollen.
Madeira ist viel zu abwechslungsreich, um nur Funchal zu sehen.
Mit dem Mietwagen waren wir plötzlich komplett flexibel.
Unser Fehler: alles in einen Tag packen
Weil uns nur noch dieser eine Tag mit Auto blieb, wollten wir natürlich möglichst viel von Madeira sehen.
Und genau dadurch wurde der Tag etwas zu voll.
Wir haben versucht, Wasserfälle, Bananenplantagen, Nebelwald und Pico Ruivo in einen einzigen Tag zu packen.
Es hat funktioniert.
Aber an vielen Orten waren wir dadurch nur relativ kurz.
Wasserfälle & Bananenplantagen
Unsere Strecke führte uns durch die grüneren Regionen Madeiras.
Wir hielten an einem Wasserfall und kamen immer wieder an großen Bananenplantagen vorbei.
An einer Stelle konnten wir sogar selbst Bananen pflücken.
Genau solche ungeplanten Stopps bleiben uns auf Reisen oft besonders in Erinnerung.
Durch die Nebelwälder Madeiras
Danach ging es weiter in die bergigeren Regionen.
Plötzlich änderte sich die Landschaft komplett.
Alte Bäume, dichtes Grün und Nebel – die Lorbeer- und Nebelwälder Madeiras waren für uns eines der Highlights.
Hier hätten wir gerne deutlich mehr Zeit gehabt.
Wandern am Pico Ruivo
Zum Abschluss ging es noch Richtung Pico Ruivo.
Dort waren wir noch wandern.
Allerdings wieder deutlich kürzer, als wir es eigentlich gerne gemacht hätten.
Der Grund war simpel:
Wir hatten uns für diesen einen Tag einfach zu viel vorgenommen.
So würden wir Madeira heute planen
Beim nächsten Mal würden wir direkt für beide Madeira-Tage einen Mietwagen nehmen.
Dann würden wir die Insel viel entspannter aufteilen.
- Tag 1: Funchal → Gondel → Korbschlitten → Whale Watching → Küste
- Tag 2: Wasserfälle → Bananenplantagen → Nebelwald → Bergwelt & Wanderung
Noch besser wäre es, die Gondel und den Korbschlitten früh zu machen und danach direkt mit dem Auto weiterzufahren.
So spart man viel Fahr- und Wartezeit.
Unser Madeira-Fazit
Madeira war für uns das Highlight der gesamten Kreuzfahrt.
Und gleichzeitig war es der Ort, bei dem wir am stärksten das Gefühl hatten, noch lange nicht alles gesehen zu haben.
Zwei Kreuzfahrttage geben einen guten ersten Eindruck.
Für die ganze Insel reichen sie eigentlich nicht.
Madeira wäre für uns definitiv eine eigene Reise wert.
Dann mit Mietwagen, Wanderschuhen und deutlich mehr Zeit.
Fuerteventura: mit dem Bus zu den Dünen
Der nächste Stopp unserer AIDAblu-Reise war Fuerteventura.
Nach Madeira war der Kontrast ziemlich groß.
Die Insel ist deutlich trockener und karger.
Wir haben uns diesmal gegen einen Mietwagen entschieden.
Mit dem Bus Richtung Corralejo
Vom Hafen aus haben wir einen Linienbus Richtung Norden genommen.
Unser Ziel waren die bekannten Dünen von Corralejo.
Dort sind wir einfach eine Weile durch den Sand gelaufen und haben die Landschaft genossen.
Die Dünen waren schön.
Im Vergleich zu Madeira fanden wir Fuerteventura insgesamt aber eher langweilig.
Was würden wir auf Fuerteventura anders machen?
Rückblickend hätten wir vielleicht einen Mietwagen genommen und mehr von der vulkanischen Landschaft im Inselinneren erkundet.
Das wäre für uns wahrscheinlich spannender gewesen als nur der Ausflug zu den Dünen.
Alternativ würden wir vorab auch die Preise eines AIDA-Ausflugs vergleichen.
Mietwagen oder AIDA-Ausflug?
Gerade zu zweit lohnt es sich, vorher einmal zu rechnen.
Mietwagen, Versicherung, Benzin und eventuell Parkplatzkosten summieren sich schnell.
Dann kann ein organisierter Ausflug preislich plötzlich gar nicht mehr so weit entfernt sein.
Der Bus war für uns diesmal einfach die günstigste Alternative.
Teneriffa: mit dem Bus in den Parque Rural de Anaga
Auf Teneriffa haben wir wieder bewusst auf einen Mietwagen verzichtet.
Unser Schiff lag in Santa Cruz und von dort sind wir mit dem öffentlichen Bus in Richtung Parque Rural de Anaga gefahren.
Das war für uns eine richtig gute Entscheidung.
Parque Rural de Anaga
Der Anaga Rural Park liegt im Nordosten Teneriffas.
Die Landschaft fühlt sich komplett anders an als die klassischen Urlaubsregionen der Kanaren.
Grüne Berge, tiefe Täler, Lorbeerwald und die wilde Atlantikküste bestimmen hier das Bild.
Nach dem eher trockenen Fuerteventura war dieser Kontrast besonders beeindruckend.
Schwarze Strände an der Küste
Besonders spektakulär fanden wir die schwarzen Vulkanstrände.
Dunkler Sand, grünes Gebirge und der Atlantik ergeben eine Landschaft, die man so nicht jeden Tag sieht.
Genau dafür hat sich die Fahrt in den Norden für uns gelohnt.
Bus statt Mietwagen auf Teneriffa
Für unseren Landgang hat der öffentliche Bus vollkommen ausgereicht.
Und vor allem war er sehr günstig.
Man ist natürlich weniger flexibel als mit einem Mietwagen.
Wenn man aber nur ein bestimmtes Gebiet wie Anaga sehen möchte, ist der Bus eine gute Alternative.
Außerdem muss man sich weder um Versicherung noch um Parkplatz oder Navigation kümmern.
Wann würden wir einen Mietwagen nehmen?
Wenn wir an einem Tag mehrere weit auseinanderliegende Ziele auf Teneriffa besuchen wollten, würden wir Mietwagen und organisierten Ausflug vergleichen.
Gerade bei zwei Personen ist ein Mietwagen nicht automatisch die günstigste Lösung.
Für uns war der Bus bewusst die preiswerte Variante.
Für diesen einen Kreuzfahrttag hat das sehr gut funktioniert.
Unser Teneriffa-Fazit
Anaga hat uns richtig gut gefallen.
Die Kombination aus grünen Bergen, dichter Vegetation und schwarzen Stränden war landschaftlich deutlich spektakulärer, als wir vorher erwartet hatten.
Wer Natur mag, sollte den Nordosten Teneriffas unbedingt auf dem Schirm haben.
Unsere Inseln im Vergleich
1. Madeira
Mit Abstand unser Highlight.
Grün, abwechslungsreich, Berge, Meer, Wandern, Funchal und spektakuläre Straßen.
Hier hätten wir sofort noch mehrere Tage bleiben können.
2. Teneriffa
Vor allem der Parque Rural de Anaga hat uns begeistert.
Die grünen Berge und schwarzen Vulkanstrände waren ein richtig schöner Kontrast.
3. Fuerteventura
Die Dünen von Corralejo waren sehenswert.
Insgesamt fanden wir die Insel aber deutlich weniger abwechslungsreich.
Was würden wir wieder genauso machen?
- Anreise nach Gran Canaria selbst organisieren
- Den ersten Tag zum Erkunden der AIDAblu nutzen
- Den Seetag wirklich für Sport und Aktivitäten an Bord nutzen
- Auf Madeira Gondel und Korbschlitten ausprobieren
- Whale Watching ab Funchal einplanen
- Madeira unbedingt mit dem Mietwagen erkunden
- Auf Teneriffa den Bus für ein konkretes Ziel wie Anaga nutzen
- Nicht automatisch jeden Landgang über AIDA buchen
Was würden wir anders machen?
Madeira direkt für zwei Tage mit Mietwagen
Das ist für uns die wichtigste Erkenntnis der Reise.
Madeira lässt sich mit Auto deutlich besser entdecken.
Wir hätten unsere Rundfahrt einfach auf beide Tage verteilen sollen.
Weniger in einen Tag quetschen
Wasserfall, Bananenplantagen, Nebelwald und Pico Ruivo waren für einen Tag ziemlich ambitioniert.
Wir haben zwar viel gesehen, waren aber an vielen Orten nur kurz.
Beim nächsten Mal würden wir weniger Stopps machen und dafür länger bleiben.
Fuerteventura besser vorbereiten
Nur die Dünen zu besuchen war für uns etwas wenig.
Beim nächsten Mal würden wir eher eine Route durch die vulkanische Landschaft oder einen organisierten Ausflug wählen.
Bus, Mietwagen oder AIDA-Ausflug?
Nach dieser Reise würden wir nicht pauschal sagen, dass eine Variante immer die beste ist.
Bus: ideal, wenn ihr nur ein konkretes Ziel habt und günstig unterwegs sein möchtet.
Mietwagen: ideal, wenn ihr mehrere Orte flexibel miteinander verbinden möchtet.
AIDA-Ausflug: interessant, wenn ihr zu zweit seid und Mietwagen, Versicherung und Benzin preislich schon nah am organisierten Ausflug liegen.
Für uns hat sich genau diese Mischung bewährt.
Unser Fazit zur AIDAblu Kanaren-Reise
Die Reise hat uns vor allem wegen der völlig unterschiedlichen Inseln gefallen.
Madeira war der klare Gewinner.
Die zwei Tage dort waren ideal – trotzdem hätten wir die Zeit mit einem Mietwagen für beide Tage deutlich besser nutzen können.
Teneriffa hat uns mit dem Parque Rural de Anaga und den schwarzen Stränden positiv überrascht.
Fuerteventura war für uns dagegen der schwächste Stopp.
Und auch die Zeit auf der AIDAblu gehört für uns zur Reise.
Sport, Frühschoppen, U30-Disco und einfach einmal nichts organisieren zu müssen, sind schließlich genauso Teil einer Kreuzfahrt.
Wenn wir die Reise noch einmal machen würden, wäre unsere größte Änderung ganz einfach:
Auf Madeira direkt beim Anlegen den Mietwagen holen – und erst zwei Tage später wieder abgeben.