Oslo oder Kopenhagen? Beides!
Oslo, Kopenhagen und Skagen in einer Woche
AIDAnova Nordeuropa 2026 – unsere Erfahrungen
Im Sommer 2026 waren wir mit der AIDAnova in Nordeuropa unterwegs.
Gebucht hatten wir eine Innenkabine. Unsere Ziele waren Oslo, Skagen, zwei Tage Kopenhagen und Aarhus.
Die meisten Landgänge haben wir bewusst auf eigene Faust organisiert.
Keine zehn Ausflüge vergleichen, keine komplett durchgetakteten Tage – sondern eine Route, die funktioniert.
AIDAnova Nordeuropa – unsere schnelle Route
- Seetag: Frühschoppen, Gym, Spa und abends Entertainment
- Oslo: Schloss → Einkaufsstraße → Botanischer Garten → Oper → Essen am Wasser → Ausfahrt durch den Oslofjord
- Skagen: Uber → Leuchtturm → Grenen → Robbe gesehen → Skagen bummeln → Eis & skandinavische Läden
- Kopenhagen Tag 1: Uber → Christiania → Kirchturm → Hard Rock Cafe → Einkaufsstraßen → Schloss Rosenborg → Botanischer Garten
- Kopenhagen Tag 2: Uber → Kleine Meerjungfrau → reservierte Bootstour → zwei weitere Schlösser → Botanischer Garten & Schmetterlingshaus
- Aarhus: Aarhus Ø anschauen → zurück aufs Schiff → Entertainment genießen
Unsere Highlights: Oslo, Grenen bei Skagen und die zwei Tage in Kopenhagen.
Unser schwächster Stopp: Aarhus hat uns persönlich nicht besonders gepackt.
Wenn ihr wissen möchtet, wie wir die einzelnen Tage organisiert haben, kommt hier unsere komplette Route.
Unsere AIDAnova-Route auf der Karte
Unsere Reise mit der AIDAnova
Für unsere Nordeuropa-Reise hatten wir eine Innenkabine auf der AIDAnova gebucht.
Bei dieser Reise war uns die Kabine nicht besonders wichtig.
Wir waren tagsüber viel unterwegs und haben auch an Bord Spa, Gym, Restaurants und Entertainment genutzt.
Die Kabine war für uns deshalb vor allem zum Schlafen da.
Seetag: erstmal die AIDAnova genießen
Direkt zu Beginn hatten wir Zeit, das Schiff kennenzulernen.
Und das würden wir bei einem großen Schiff wie der AIDAnova auch empfehlen.
Wir waren beim Frühschoppen, anschließend im Gym und Spa und haben den Tag bewusst ruhig angehen lassen.
Abends ging es zum Unterhaltungsprogramm.
Gerade bei einer Kreuzfahrt finden wir einen Seetag am Anfang eigentlich ideal.
Man muss nicht sofort morgens vom Schiff hetzen und kann erst einmal ankommen.
Oslo auf eigene Faust – für uns ein Highlight
Oslo hat uns richtig gut gefallen.
Und das Schöne: Einen großen Teil der Stadt konnten wir einfach zu Fuß entdecken.
Wir brauchten keinen gebuchten AIDA-Ausflug und auch kein kompliziertes Tagesprogramm.
Unsere Route durch Oslo
Vom Schiff aus ging es für uns zunächst Richtung Zentrum.
Wir haben das Königliche Schloss besucht und sind durch die Stadt und über die bekannte Einkaufsmeile gelaufen.
Das Schloss liegt direkt am oberen Ende der Karl Johans gate und lässt sich deshalb sehr gut mit einem Spaziergang durch das Zentrum verbinden.
Danach ging es für uns weiter zum Botanischen Garten von Oslo.
Wir mögen botanische Gärten ohnehin sehr und bauen sie auf unseren Reisen gerne ein.
Oper Oslo & Essen am Wasser
Ein weiterer Stopp war die berühmte Oper von Oslo.
Die Lage direkt am Wasser fanden wir besonders schön.
Wir haben uns dort etwas zu essen geholt und einfach eine Weile aufs Wasser geschaut.
Genau solche Pausen mögen wir auf einem Landgang viel lieber, als noch schnell die nächste Sehenswürdigkeit abzuhaken.
Unser Oslo-Highlight kam erst bei der Abfahrt
Was man bei der Planung eines Landgangs leicht vergisst:
Auch die Ausfahrt gehört zum Reisetag.
Die Fahrt der AIDAnova durch den Oslofjord war für uns eines der schönsten Erlebnisse des gesamten Stopps.
Also nach dem Ablegen nicht direkt zum Abendessen verschwinden.
Wenn das Wetter passt, raus aufs Deck und die Ausfahrt genießen.
Unser Fazit zu Oslo: Unbedingt auf eigene Faust machen. Die Stadt ist für einen entspannten Spaziergang ideal und hat uns deutlich besser gefallen, als wir vorher erwartet hatten.
Skagen auf eigene Faust – Uber, Leuchtturm & Grenen
In Skagen wollten wir vor allem eines sehen:
Die Landschaft ganz im Norden Dänemarks.
Statt eines organisierten Ausflugs haben wir uns deshalb ein Uber genommen.
Zuerst zum Leuchtturm
Unser erster Stopp war Det Grå Fyr, der markante graue Leuchtturm von Skagen.
Von dort ging es weiter Richtung Grenen.
Grenen ist die nördliche Spitze Jütlands. Hier treffen Skagerrak und Kattegat aufeinander – häufig wird der Ort vereinfacht als Treffpunkt von Nord- und Ostsee beschrieben.
Wo die beiden Meere aufeinandertreffen
Die Landschaft dort hat uns richtig gut gefallen.
Man läuft über den breiten Strand bis zur Spitze und kann tatsächlich sehen, wie die Wellen aus unterschiedlichen Richtungen aufeinandertreffen.
Und wir hatten Glück:
Wir haben sogar eine Robbe gesehen.
Robben kommen an Grenen regelmäßig vor. Mit etwas Glück liegen sie am Strand oder tauchen im Wasser auf.
Zum Baden war es uns allerdings etwas frisch.
Das war auch nicht schlimm – für uns lebt Grenen ohnehin eher von Landschaft, Wind und Meer.
Zurück nach Skagen
Danach ging es zurück in den Ort.
Skagen selbst ist nicht riesig und lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden.
Wir sind ein wenig durch die Straßen gebummelt und haben uns die Geschäfte angesehen.
Besonders gefallen haben uns die kleinen Läden mit skandinavischen Wohn- und Dekoartikeln.
Wer diesen nordischen Einrichtungsstil mag, sollte also noch etwas Platz im Koffer lassen.
5 Euro für eine Kugel Eis
Natürlich musste auch noch ein Eis sein.
Preislich war das allerdings schon eine kleine Urlaubserfahrung:
Etwa 5 Euro für eine Kugel.
Günstig ist Dänemark eben nicht.
Geschmeckt hat es trotzdem.
Unser Fazit zu Skagen: Nicht zu viel planen. Fahrt raus Richtung Grenen, genießt die Landschaft und nehmt euch danach noch etwas Zeit für den Ort.
Kopenhagen Tag 1 – Christiania, Kirchturm & Rosenborg
Für Kopenhagen hatten wir zwei Tage.
Das fanden wir im Nachhinein perfekt.
Wir konnten wesentlich entspannter planen und mussten nicht versuchen, die ganze Stadt an einem einzigen Tag zu sehen.
Bei der Planung haben wir außerdem bewusst auf das Wetter geachtet.
Aktivitäten draußen haben wir auf die besseren Wetterzeiten gelegt.
Mit Uber vom Schiff nach Kopenhagen
An beiden Tagen haben wir uns ein Uber vom Schiff in die Stadt genommen.
Für uns war das die bequemste Lösung.
Wir wollten unsere Zeit lieber in Kopenhagen verbringen als erst verschiedene Verkehrsmöglichkeiten zu vergleichen.
Start in Christiania
Unser erster Stopp war Christiania, das bekannte alternative Viertel in Christianshavn.
Das Viertel ist definitiv anders als das klassische Kopenhagen rund um Schlösser und Einkaufsstraßen.
Gerade dieser Kontrast machte es für uns interessant.
Auf den Turm der Erlöserkirche
Direkt in Christianshavn befindet sich die Vor Frelsers Kirke – Church of Our Saviour.
Der Kirchturm mit seiner außen verlaufenden Wendeltreppe war für uns eines der Highlights in Kopenhagen.
Bis ganz nach oben sind es rund 400 Stufen. Die letzten Stufen führen außen um den Turm herum.
Unser Tipp: Seid ungefähr 15 Minuten vor eurem gebuchten Zeitfenster dort.
Bei uns hat das perfekt funktioniert und wir konnten mit als Erste nach oben.
Je weniger Menschen gleichzeitig auf der schmalen Treppe unterwegs sind, desto angenehmer ist es.
Die Besucherzahl auf dem Turm ist ohnehin begrenzt und eine vorherige Reservierung ist sinnvoll.
Mittagessen im Hard Rock Cafe
Danach ging es für uns zum Hard Rock Cafe Copenhagen.
Kein versteckter Geheimtipp.
Aber manchmal wollen wir auf Reisen auch einfach etwas essen, von dem wir wissen, was uns erwartet.
Und genau dafür war es perfekt.
Shopping in Kopenhagen
Anschließend sind wir durch die Einkaufsstraßen von Kopenhagen gebummelt.
Hier würden wir gar keine komplizierte Route planen.
Einfach durch die Innenstadt treiben lassen und in die Geschäfte gehen, die interessant aussehen.
Schloss Rosenborg
Danach ging es zum Schloss Rosenborg.
Das Schloss lässt sich besonders gut mit dem nächsten Ziel verbinden:
dem Botanischen Garten.
Botanischer Garten Kopenhagen
Der Botanische Garten von Kopenhagen liegt nur wenige Gehminuten von Rosenborg entfernt.
Genau deshalb würden wir beide Ziele wieder miteinander kombinieren.
Danach war unser erster Tag in Kopenhagen für uns auch voll genug.
Wir haben ein Uber genommen und sind zurück zum Schiff gefahren.
Unser Tipp: Nicht versuchen, am ersten Tag schon alles zu sehen. Wenn ihr zwei Tage habt, nutzt sie auch.
Kopenhagen Tag 2 – Meerjungfrau, Bootstour & Schmetterlinge
Auch am zweiten Morgen ging es wieder mit dem Uber in die Stadt.
Diesmal stand zunächst eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Kopenhagens auf dem Programm.
Die Kleine Meerjungfrau
Wir sind zur Kleinen Meerjungfrau gefahren.
Natürlich ist sie touristisch.
Und natürlich ist sie kleiner, als viele sie sich vorstellen.
Aber wenn man zum ersten Mal in Kopenhagen ist, gehört sie für uns trotzdem dazu.
Bootstour durch Kopenhagen
Danach hatten wir eine Bootstour durch Kopenhagen geplant.
Die Tickets hatten wir bereits vorher online reserviert.
Das würden wir wieder genauso machen.
Bei nur wenigen Stunden in einer Kreuzfahrtdestination möchten wir nicht erst vor Ort feststellen, dass die gewünschte Tour ausgebucht ist.
Vom Wasser bekommt man außerdem noch einmal einen ganz anderen Blick auf Kopenhagen.
Zwei weitere Schlösser
Nach der Bootstour haben wir uns noch zwei weitere Schlösser in Kopenhagen angesehen.
Damit hatten wir am Ende unserer beiden Tage einen ziemlich guten Mix aus alternativem Kopenhagen, klassischer Innenstadt, königlicher Geschichte und Wasser.
Noch einmal in den Botanischen Garten
Und ja – wir waren tatsächlich noch einmal im Botanischen Garten.
Diesmal wollten wir vor allem ins Schmetterlingshaus.
Das Butterfly House gehört zum historischen Palmenhaus und war für uns den zweiten Besuch wert.
Man muss auf Reisen schließlich nicht jeden Ort nur einmal besuchen, nur weil irgendeine Checkliste das so vorsieht.
Wenn uns etwas gefällt, gehen wir auch ein zweites Mal hin.
Unser Fazit zu Kopenhagen: Zwei Tage waren ideal. Bei nur einem Tag hätten wir viel zu viel in wenige Stunden gepackt.
Aarhus – hat uns nicht wirklich gepackt
Und dann kam Aarhus.
Viele Reiseblogs würden an dieser Stelle wahrscheinlich versuchen, auch daraus noch zehn Sehenswürdigkeiten zu machen.
Machen wir nicht.
Uns hat Aarhus einfach nicht besonders begeistert.
Aarhus Ø & moderne Architektur
Wir sind vom Schiff aus in Richtung Aarhus Ø gelaufen.
Das ehemalige Hafengebiet ist heute ein modernes Stadtviertel mit auffälliger Architektur direkt am Wasser.
Die Gebäude sind interessant und der Spaziergang war vollkommen okay.
Aber nach Oslo, Skagen und zwei Tagen Kopenhagen hat Aarhus bei uns einfach nicht gezündet.
Also zurück aufs Schiff
Und genau hier kommt für uns einer der Vorteile einer Kreuzfahrt ins Spiel.
Wenn uns ein Hafen nicht begeistert, müssen wir nicht zwanghaft bis zum letzten möglichen Moment durch die Stadt laufen.
Wir sind zurück zur AIDAnova und haben lieber das Entertainment und das Schiff genossen.
Das war für uns die bessere Entscheidung.
Unser Fazit zu Aarhus: Aarhus Ø anschauen und selbst entscheiden. Uns war ein entspannter Nachmittag auf der AIDAnova an diesem Tag mehr wert.
Unsere Highlights der AIDAnova-Reise
- Oslo: überraschend schön und hervorragend zu Fuß machbar
- Oslofjord: unbedingt bei der Ausfahrt an Deck bleiben
- Skagen: Grenen und die Landschaft im Norden Dänemarks
- Kopenhagen: zwei Tage statt Sightseeing-Stress an einem Tag
- Church of Our Saviour: früh am Zeitfenster da sein und möglichst als Erste hoch
- Bootstour Kopenhagen: vorher online reservieren
- Botanischer Garten: inklusive Schmetterlingshaus
- AIDAnova: auch einmal bewusst einen Hafen kürzer halten und das Schiff genießen
Was würden wir wieder genauso machen?
Die Landgänge selbst organisieren.
Wir brauchten bei dieser Reise kaum klassische organisierte Kreuzfahrtausflüge.
Uber nutzen, wenn es Zeit spart.
Gerade in Kopenhagen war uns die gewonnene Zeit wichtiger als die günstigste Transportmöglichkeit.
Das Wetter berücksichtigen.
Bei zwei Tagen in einer Stadt kann man Outdoor-Aktivitäten sinnvoll auf den besseren Tag legen.
Touren vorher reservieren.
Unsere Bootstour in Kopenhagen war vorab gebucht und damit mussten wir uns vor Ort um nichts kümmern.
Nicht jeden Hafen künstlich schönreden.
Aarhus war für uns kein Highlight – also sind wir zurück aufs Schiff.
Unser Fazit zur AIDAnova Nordeuropa-Reise
Die Reise hat uns vor allem wegen ihrer unterschiedlichen Ziele gefallen.
Oslo war entspannt und überraschend schön.
Skagen punktete bei uns mit Natur, Meer und der Atmosphäre des kleinen Ortes.
Kopenhagen war mit zwei Tagen unser intensivster Stopp und hätte für uns sogar noch länger sein dürfen.
Aarhus war dagegen nicht unser Fall – und auch das gehört zu einem ehrlichen Reisebericht.
Unsere Innenkabine war für diese Reise vollkommen ausreichend, weil sich ein großer Teil unseres Urlaubs ohnehin außerhalb der Kabine abgespielt hat.
Und genau so würden wir die Reise wieder angehen:
Nicht jeden verfügbaren Ausflug buchen, sondern vorher eine einfache Route festlegen und die Städte auf eigene Faust entdecken.
Denn am Ende erinnern wir uns nicht daran, wie viele Sehenswürdigkeiten wir geschafft haben.
Wir erinnern uns an das Essen an der Oper in Oslo, die Robbe am Strand von Skagen, den Blick vom Kirchturm über Kopenhagen – und an die Ausfahrt der AIDAnova durch den Oslofjord.